Daniel Behle

Daniel Behle ist einer der vielseitigsten deutschen Tenöre und in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kom­positionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

2014 gab er bei den Salzburger Osterfestspielen unter der Leitung von Christian Thielemann sein umjubeltes Rollendebüt als Matteo in Strauss‘ „Arabella“ und wurde daraufhin für die Bayreuther Festspiele 2017 als David in einer Neuproduktion „Die Meistersinger von Nürnberg“ engagiert. Im Sommer 2015 gastiert er als Belmonte („Die Entführung aus dem Serail“) erneut in Aix en Provence, bevor er im Herbst an der Oper Frankfurt mit Erik in „Der fliegende Holländer“ erstmals eine Wagner Partie gestaltet. 2016 debütiert Daniel Behle als Ferrando in „Così fan tutte“ unter Leitung von Semyon Bychkov am Royal Opera House Covent Garden und gibt sein Rollendebüt als Flamand in Strauss‘ „Capriccio“ am Theater an der Wien.

Konzerte singt Daniel Behle u.a. mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Tschechischen Philharmonie, dem RSB, den Hamburger Symphonikern und der Bachakademie Stuttgart. Er arbeitet dabei mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Marek Janowski, James Gaffigan, Jiří Bělohlávek, René Jacobs, Jérémie Rohrer, Jeffrey Tate, Helmuth Rilling, Hans-Christoph Rademann, Kent Nagano und Sebastian Weigle.

Höhepunkte der Saison 2015/16 umfassen seine erste Zusammenarbeit mit Christoph Eschenbach (Lenski in einer konzertanten Aufführung von „Eugen Onegin“ beim SHMF), sein Debüt beim DSO Berlin (Eröffnungskonzert des Berliner Musikfestes mit Schönberg „Jakobsleiter“ mit Ingo Metzmacher), die Zender „Winterreise“ mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Stefan Asbury und Beethovens „Missa solemnis“ mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann. Im Frühjahr 2017 singt er erstmals mit dem Gewandhausorchester Leipzig (Haydn „Jahreszeiten“ mit Trevor Pinnock) und gibt sein Rollendebüt als Loge / „Rheingold“ mit dem NDR Sinfonieorchester unter Thomas Hengelbrock.

Als Liedsänger fasziniert Daniel Behle seine Zuhörer bei den Schwetzinger Festspielen, der Schubertiade, im Prinzregententheater München, in der Kölner Philharmonie, der Laeiszhalle Hamburg, dem Beethovenhaus Bonn, der Wigmore Hall London und beim Richard-Strauss-Festival Garmisch-Partenkirchen. Jan Brachmann schrieb in der „Opernwelt“ vom November 2014: „Den Tenor Daniel Behle kann man schon jetzt […] zu den Großen des Fachs zählen.“

Auch als Komponist macht der Künstler von sich reden: Seinen Ringelnatz Zyklus brachte er 2013 im Beethovenhaus Bonn zur Uraufführung. Einen wichtigen Meilenstein seines kompositorischen Schaffens stellt die Bearbeitung von Schuberts „Winterreise“ für Tenor und Klaviertrio dar, die er zusammen mit dem Oliver Schnyder Trio beim Hirzenberg Festival/CH aus der Taufe hob. Der UK Erstaufführung in der Wigmore Hall im April 2015 folgt im Februar 2016 die Erstaufführung in Deutschland beim WDR Köln. Im nächsten Jahr setzt Daniel Behle seiner Heimatstadt Hamburg mit den „Waterkant Songs“, Arrangements und Neukompositionen für Tenor und Klaviertrio, ein musikalisches Denkmal.

Für die Darstellung des Bösewichts Artabano in der Einspielung von Vincis „Artaserse“ erhielt Daniel Behle 2014 eine Grammy Nominierung. Seine Lied Einspielungen und Solo CDs u.a. „Die schöne Müllerin“, „Dichterliebe“, Strauss Lieder und Bach finden hervorragendes Echo in der Fachpresse. 2014 erschien sein erstes Album bei Decca (Gluck Arien mit Armonia Atenea).

Website: 
www.danielbehle.de