Jérôme Ducros

Jérôme Ducros, geboren 1974, studierte Klavier bei Frances Thinat am Konservatorium von Orleans, später bei Gerard Fremy und Cyril Huvé am Pariser Konservatorium, wo er 1993 den ersten Preis mit Auszeichnung im Fach Klavier gewann. Ducros setzte seine Studien bei Gerard Fremy fort und arbeitet zudem mit Leon Fleisher, György Sebök und Davitt Moroney. Außerdem nahm er an verschiedenen Meisterklassen von Christian Zacharias teil.

1994 gewann Jérôme Ducros den zweiten Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation des Pflichtstückes („Incises“ von Pierre Boulez, das im Finale uraufgeführt wurde) beim erstmalig stattfindenden internationalen Klavierwettbewerb Umberto Micheli.

Seitdem spielte er unter anderem beim Festival von Montpellier, in der Orangerie de Sceaux, La Roque d'Antheron, bei den Osterfestspiele in Deauville, am Théâtre du Chatelet, im Théâtre des Champs-Élysées, der Salle Pleyel und bei Radio France, im Théâtre du Capitole, dem Concertgebouw in Amsterdam, sowie in London, Genf, Rom, Berlin, New York, Tokio.

Als Solist trat Jérôme Ducros mit Orchestern wie dem Johannesburg Philharmonic Orchestra, Philharmonie de Chambre de Paris, Orchestre National de Lyon, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchestre National de Lille, Ensemble Orchestral de Paris, Orchestre Français des Jeunes und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra auf und arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Alain Altinoglu, Paul Meyer, James Judd, Emmanuel Krivine, Marc Minkowski und Christopher Hogwood zusammen.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Renaud und Gautier Capuçon, Augustin Dumay, Dawn Upshaw, Gérard Causse, Maxim Vengerov, Tabea Zimmermann, Jean-Guihen Queyras, das Quintett Moragues, Quatuor Parisii oder Jérôme Pernoo mit dem er seit 1995 als Duo auftritt. Seit 2007 arbeitet er eng mit Philippe Jaroussky zusammen.

Beim Sender France Musique wird er regelmäßig in die Sendungen “L’atelier du musicien“ (Jean-Pierre Derrien) und „La règle du ,je‘“ (Martine Kaufmann) eingeladen.

Zudem komponiert Jérôme Ducros. Seine Transkription für zwei Hände der Fantaisie für Klavier zu vier Händen von Schubert stieß auf ein begeistertes Echo bei Publikum und Presse. Diese Fassung findet sich auf einer CD, die Schuberts Fantasien gewidmet ist und mit dem Diapason d'Or 2001 ausgezeichnet wurde. Die Transkription erschien im September 2004 bei der Editions Billaudot. Weitere Werke sind u. a. das 2006 entstandene Trio für zwei Celli und Klavier. 2011 wurde das Werk gemeinsam mit Gautier und Delphine Capuçon bei mehreren Konzerten in Deutschland zur Aufführung gebracht. Das Werk wurde von Billaudot in der Sammlung Gautier Capuçon veröffentlicht.

Weitere CD-Veröffentlichungen sind u. a. die drei CDs, die Gabriel Fauré gewidmet sind. Desweiteren erschien die Recital-CD „Capriccio“ mit dem Geiger Renaud Capuçon und mit dem Cellisten Jérôme Pernoo eine Beethoven-Einspielung. Mit Philippe Jaroussky, Renaud und Gautier Capuçon sowie Emmanuel Pahud entstand 2009 eine besondere CD-Produktion: unter dem Titel OPIUM nahmen die französischen Musiker verschiedene französische Melodien für Erato auf.

2013 veröffentlichte Jérôme Ducros die CD „en aparté“ bei DECCA u. a. mit seinem Piano-Quintett und Trio.

Zusammen mit Philippe Jaroussky und dem Quatuor Ebène erscheint wieder bei Erato im Februar 2015 die nächste CD mit französischen Liedern aus dem Fin de Siècle unter dem Titel „Green – Mélodies françaises“.