Julia Fischer

1983 in München als Tochter deutsch-slowakischer Eltern geboren, gehört Julia Fischer bereits zu den führenden Geigensolisten, die Zuhörer rund um die Welt mit ihrer Musik begeistern. Kritiker charakterisierten sie von "schier phänomenal", "atemberaubend" über "eine Musikerin, die ein Land wohl nur alle Jubeljahre hervorbringt" bis "überragend in der Tongestaltung, furchterregend in ihrer technischen Perfektion und überaus grandios in ihrem gestalterischen Willen".

Julia Fischer begann ihren musikalischen Lebensweg im Alter von knapp vier Jahren, als sie von Helge Thelen die ersten Geigenstunden und wenige Monate später Klavierstunden bei ihrer Mutter Viera Fischer bekam. Julia Fischers formelle Ausbildung startete zwei Jahre später bei Lydia Dubrowskaya am Leopold-Mozart-Konservatorium der Stadt Augsburg. Mit neun Jahren wurde sie von der Musikhochschule München aufgenommen, wo sie seither bei Frau Prof. Ana Chumachenco studiert.

Ein entscheidender Meilenstein ihrer rasanten Karriere war der Gewinn des Internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs 1995 unter der Leitung des großen Geigers. Im Jahr darauf gewann sie den 8. Eurovisionswettbewerb für Junge Instrumentalisten. Seither musiziert Julia Fischer mit namhaften Dirigenten und führenden Orchestern der Welt. Viele ihrer Konzerte wurden vom Fernsehen und Rundfunk live übertragen oder aufgezeichnet.

Julia Fischer ist eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen neben Christoph Eschenbach Jean-Yves Thibaudet, Daniel Müller-Schott, Oliver Schnyder, Jonathan Gilad und Milana Chernyavska.

Im Sommer 2005 eröffnete Julia Fischer das Schleswig-Holstein Musikfestival und trat im Rahmen des London's Mostly Mozart Festival im Barbican Centre auf. Es folgten die Debüts beim Aspen Music Festival und beim Grand Teton Festival in den USA. In dieser Saison feiert Julia Fischer zahlreiche Debüts in Nordamerika: mit dem Boston Symphony, Atlanta Symphony, Seattle Symphony und dem Baltimore Orchestra. Zudem spielte sie erneut mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Lorin Maazel. Unter Christoph Eschenbach spielt sie mit dem Philadelphia Orchestra beim Casals Festival in Puerto Rico. Des Weiteren wird sie mit Maestro Yuri Temirkanov und den St. Petersburger Phiharmonikern in der Carnegie Hall auftreten. Europäische Engagements führen Julia Fischer zur Academy of St. Martins in the Field, zum Orchester der RAI Turin unter Jeffrey Tate, zu den St. Petersburger Philharmonikern unter Maestro Yuri Temirkanov und zur Tschechischen Philharmonie unter Zdenek Macal. Unter der Leitung von Yakov Kreizberg wird Julia Fischer mit den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Netherlands Philharmonic Orchestra und dem Bournemouth Symphony Orchestra auftreten.

Im Herbst 2004 veröffentlichte das CD-Label PentaTone, bei dem die Künstlerin exklusiv unter Vertrag ist, Julia Fischers erste CD: Russische Violinkonzerte mit Yakov Kreizberg und dem Russischen Nationalorchester. Diese CD wurde 2005 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt die junge Geigerin den französischen Diapason D'Or sowie den Choc der Monde de la Musique für ihre CD der "J.S. Bach Sonaten und Partiten für Solovioline". Beim gleichen Label veröffentlichte Julia Fischer im Herbst 2005 eine CD mit Violinkonzerten von Mozart (als erster Teil der geplanten Gesamtausgabe), die bei der internationalen Presse große Beachtung fand.

Mit Daniel Müller-Schott nimmt Julia Fischer Brahms Doppelkonzert für PentaTone auf sowie eine CD mit Kammermusik, ebenfalls mit Müller-Schott und dem Pianisten Jonathan Gilad. Ihre Diskographie erweitert sie mit Aufnahmen des Brahms-Konzerts sowie das Violinkonzerts von Peter Tschaikowsky, jeweils unter der Leitung von Maestro Kreizberg.

Julia Fischers aktives Repertoire reicht von Bach bis Penderecki, von Vivaldi bis Schostakowitsch. Es umfasst über 40 Werke mit Orchesterbegleitung und etwa 60 Werke der Kammermusik.

Ab der Saison 2005/2006 ist die Künstlerin Artist in Residence bei dem Netherlands Philharmonic Orchestra.

Julia Fischer spielt auf einer italienischen Geige von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahre 1750.

Website: 
www.juliafischer.com