Konstantin Lifschitz

Konstantin Lifschitz wurde 1976 in Charkow geboren. Seine ausgeprägte Begabung zeigte sich bereits in frühestem Kindesalter, sodass er bereits mit fünf Jahren an der Moskauer Gnessin-Musikschule Unterricht bei Tatjana Zelikman bekam. Danach führten ihn Studien in Russland, Italien und England unter anderem zu Alfred Brendel, Leon Fleisher, und Charles Rosen. Ein wichtiger Förderer in den ersten Jahren war Vladimir Spivakov, der Konstantin Lifschitz immer wieder zu den Moskauer Virtuosen einlud, ihn aber auch bei größeren Orchestern im Westen vorschlug. Im Jahr 1995 erschienen seine ersten beiden CDs. Die Aufnahme der Goldberg-Variationen von Bach für Nippon wurde für einen Grammy nominiert. Für seine eigentliche Debütaufnahme mit Werken von Bach, Schumann und Skrjabin erhielt er im gleichen Jahr den deutschen Echo Klassik Musikpreis.

Seitdem gastiert er sowohl in Rezitalen als auch mit Orchestern in fast allen wichtigen Musikzentren der Welt, darunter Berlin, Hamburg, London, New York, Los Angeles, Chicago, Mailand, Montreal, Madrid, Lissabon, Rom, Amsterdam, Moskau, St. Petersburg, Kopenhagen, Kapstadt, Bukarest, Sao Paulo, Shanghai, Hong Kong, Tel-Aviv, Tokio, Perth, Auckland, Seoul, Paris, Wien, Genf, Zürich, etc.

Er spielte als Solist mit dem New York Philharmonic Orchestra, Chicago Symphony, London Symphony und dem New Japan Philharmonic (Mstislaw Rostropovitsch), dem Orchester der Academy St. Martin in the Fields (Sir Neville Marriner), den Moskauer Philharmonikern (Jurij Simonow), dem Tokyo Symphony, Shanghai Philharmonic, dem George Enescu Philharmonic (Emil Simon), und dem Bournemouth Symphony (Lu Jia), dem Russischen Staatsorchester (Dmitry Sitkovetsky), Orchestra della RAI (Jeffrey Tate), dem Gulbenkian Foundation Orchestra Lissabon, dem Danish National Radio Orchestra (Christopher Hogwood), dem Symphonieorchester des MDR (Fabio Luisi und Mark Gorenstein), dem Berliner Symphonieorchester (Dietrich Fischer-Dieskau und Eliahu Inbal) und dem Mozarteum Orchester Salzburg (Dietrich Fischer-Dieskau), dem Minnesota Symphony (Eri Klaas), dem EUYO (Bernard Haitink), dem San Francisco Symphony (Sir Roger Norrington), dem Luzerner Festival Orchester (Vladimir Verbitsky), dem Berliner Radio Orchester (Marek Janowski sowie Mikhail Jurowsky) und dem Berner Symphonieorchester (Andrey Boreyko), dem St. Petersburg Philharmonic (Yuri Temirkanov) und viele mehr.

Konstantin Lifschitz ist auch ein passionierter Kammermusiker und spielt unter anderen zusammen mit Gidon Kremer, Dmitry Sitkovetsky, Maxim Vengerov, Leila Josefowicz, Misha Maisky, Mstislav Rostropovich, Lynn Harrell, Carolin Widmann, Eugene Ugorski, Daishin Kashimoto, Bella Davidovich, Valery Afanassiev, Talich Quartet, Szymanowski Quartet, Natalia Gutman, Jörg Widmann, Sol Gabetta.

In den letzten Jahren war Konstantin Lifschitz zunehmend als Dirigent gefragt. Unter anderem leitete er die Moskauer Virtuosen, Lux Aeterna - zusammen mit dem Gabrieli Chor (Budapest), Musica Viva (Moskau), St. Kristupas (Vilnius), Arpeggione (Österreich) und I Solisti di Napoli.

Bei dem Musiklabel Orfeo erschienen einige Aufnahmen, darunter Bachs Musikalisches Opfer zusammen mit Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 und Frescobaldis Drei Toccaten (2007),  das Klavierkonzert  von Gottfried von Einem mit dem RSO Wien, unter Claudius Meister (2009), das 2. Klavierkonzert von Brahms mit dem Berliner Symphonieorchester unter der Leitung des Maestro D. Fischer-Dieskau (2010), sowie Bachs Kunst der Fuge (2010) - ein Werk, mit dem sich Konstantin Lifschitz seit etlichen Jahren  stark verbunden fühlt. Zuletzt sind mit dem Stuttgarter Kammerorchester unter seiner Leitung alle sieben Klavierkonzerte von Bach erschienen. In der Saison 2011/2012 waren sie gemeinsam in etlichen Städten in Deutschland und Frankreich zu hören. Im September 2012 erschien im Rahmen der Salzburger Festspiel-Dokumente eine Aufnahme von Konstantin Lifschitz mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg unter der Leitung von Dietrich Fischer-Dieskau. (Mozart Klavierkonzert KV 456). Eine Neueinspielung der Bach’schen Goldberg-Variationen ist in Planung.

Im Jahr 2008 gab VAI Company die Live-Mitschnitte von Bachs Wohltemperiertem Klavier I und II heraus, die beim Miami International Piano Festival entstanden. Zahlreiche Aufnahmen seiner umfassenden Discographie erhielten ausgezeichnete Rezensionen.

Konstantin Lifschitz ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Im Jahr 2008 übernahm er eine eigene Klasse an der Musikhochschule Luzern. Ausserdem gibt er weltweit Meisterkurse und nimmt an verschiedenen Bildungsprogrammen teil.

Zu den Höhepunkten von 2012 und 2013 gehören Auftritte in Japan, Taiwan, in London (Kings Place), beim Soli deo Gloria Festival. Im Juli 2013 setzt er beim Rheingau Musikfestival seine Reihe mit Werken von Bach fort. In 2014 wird er unter anderem wieder bei dem Symphonieorchester in Bern zu hören sein.

Website: 
www.konstantinlifschitz.info