Lawrence Power

Lawrence Power zählt heute zu den führenden Bratschisten seiner Generation. Nach Auszeichnungen bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, unter anderem beim Maurice Vieux-Viola Wettbewerb in Paris, und dem William Primrose Internationalen Viola-Wettbewerbs in Kanada, wurde er für das renommierte BBC „New Generation Artists Scheme“ ausgewählt. Seit seinem Solodebüt mit der Philharmonie in London, ist Lawrence Power sowohl in Großbritannien als auch im Ausland sehr gefragt.

Als Solist spielt er u. a. mit London Symphony Orchestra, BBC Symphony, BBC National Orchestra of Wales, BBC Scottish, Royal Liverpool Philharmonic, City of Birmingham Symphony Orchestra, Verbier Festival Chamber Orchestra, Lucerne Festival Strings, Musica Vitae Chamber Orchestra Schweden, Bergen Philharmonic Orchestra, The English Chamber Orchestra, Center Symphony of New York, New Zealand Symphony und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Dabei arbeitet er mit verschiedenen Dirigenten, darunter Oliver Knussen, Frans Brüggen, Leonard Slatkin, Ilan Volkov, Sir Roger Norrington, Martyn Brabbins, Gerard Schwarz und Jan Pascal Tortelier.

Im Zuge seiner Bemühungen, das Repertoire für Bratsche zu erweitern, hat Lawrence Power Weltpremieren vieler Stücken aufgeführt, die eigens für ihn geschrieben wurden, darunter Arbeiten von Sally Beamish, John Kaefer, Colin Mathews, Mark-Antony Turnage und Andrew Toovey sowie Huw Watkins.

Neben seiner Karriere als Solist ist Lawrence Power auch als Kammermusiker sehr begehrt. Er ist sowohl beim Nash Ensemble als auch beim Leopold String Trio (Preisträger des Royal Philharmonic Society Chamber Ensemble Award 2005) als Bratschist tätig. Zudem ist er häufig Gast auf internationalen Musikfestivals, wie in Verbier, Vancouver, Oslosowie in Edinburgh, Aldeburgh und Cheltenham in Großbritannien.

Er hat zahlreiche preisgekrönte CD-Einspielungen veröffentlicht, wie zuletzt im Oktober 2010 die Violakonzerte von Bartók und Rosza (mit dem Bergen Philarmonic Orchestra). Demnächst erscheinen bei Hyperion der letzte Teil der Gesamteinspielung von Hindemiths Werken für Viola sowie Aufnahmen von Werken von Schostakowitsch, Britten, Vaughan Williams und McEwan.

In der Saison 2011/12 ist Lawrence Power „Artist in Residence“ des Bergen Philharmonic Orchestras und wird mit diesem nebst zahlreicher Projekte eine Tournee in Spanien unternehmen. Des weiteren wird er mit Camerata Salzburg Pendereckis Violakonzert unter Leitung des Dirigenten zur Aufführung bringen. Neben seinem Orchesterdebüt in Australien sind unter anderem drei Konzerte mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Sir Mark Elder mit „Berlioz’ „Harold en Italie“ geplant, sowie die Fortsetzung seiner Zusammenarbeit mit dem London Philharmonic Orchestra.

Lawrence Power spielt eine seltene Viola von Antonio Brensi (Bologna, ca. 1610), bei deren Erwerb er von der Nigel Brown Stiftung unterstützt wurde.