Maurice Steger

Spätestens seit ihn "The Independent" als "the world’s leading recorder virtuoso" feierte, gehört der Schweizer Maurice Steger mit seiner weltweiten Konzertätigkeit als Blockflötist wie auch als Dirigent zu den führenden Interpreten auf dem Gebiet der Alten Musik. Zahlreiche preisgekrönte, thematisch höchst fantasievoll konzipierte CD-Einspielungen – zuletzt etwa "Venezia 1625", "Mr. Corelli in London" und "Una Follia di Napoli" – belegen seit Jahren den singulären Rang dieses Künstlers.

Und das gleich in doppelter Hinsicht: Einmal als virtuoser, technisch ungemein brillanter Flötist, der mit seinem lebendig spontanen Spiel jedes Publikum sofort in Bann zieht und dadurch die Blockflöte als Instrument völlig neu aufzuwerten verstand. Dann aber – und in den letzten Jahren vermehrt – auch als versierter Leiter und Dirigent der tonangebenden Originalklang-Ensembles in der Alten und Neuen Welt, in Asien sowie 2012 zum ersten Mal auch in Afrika.

Konzerttourneen führten ihn mit den Violons du Roy durch die USA und Kanada; eine ausgedehnte Zusammenarbeit verbindet ihn mit The English Concert. Regelmässig arbeitet Maurice Steger mit den Barocchisti, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Barockorchester Europa Galante und dem Venice Baroque Orchestra. Hinzu kommen zahlreiche Auftritte als Dirigent und als Solist moderner Orchester wie dem Zürcher Kammerorchester und dem Musikkollegium Winterthur, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, dem Staatsorchester Braunschweig und den Berliner Barock Solisten, der NDR Radiophilharmonie, dem Taipei Symphony Orchestra sowie dem Malaysia Symphony Orchestra. Dabei arbeitete er wiederholt mit renommierten Künstlern wie Cecilia Bartoli, Hilary Hahn, Andreas Scholl, Bernard Labadie, Fabio Biondi, Sandrine Piau, Diego Fasolis, Sol Gabetta, Thomas Quasthoff oder Nuria Rial.

Einen ebenso wichtigen Teil in Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit bilden Programme in kleiner, kammermusikalischer Besetzung sowie Solorezitale. Im Teamwork mit ausgesuchten Spezialisten Alter Musik wie Hille Perl, Lee Santana, Naoki Kitaya, Sergio Ciomei oder Mauro Valli, aber auch mit seinem eigenen Ensemble erarbeitet Maurice Steger immer wieder ein neues, über Jahrhunderte quasi ungehört gebliebenes Repertoire aus vergangenen Zeiten. Konzerte führten ihn u.a. in den Herkulessaal München, in die Philharmonie Berlin, Musikhalle Hamburg, Victoria Hall Genève, Wigmore Hall London, ins KKL Luzern, in den Musikverein Wien sowie in die Suntory Hall Tokyo und ins National Theatre Taipei.

Auch mit zeitgenössischer Musik beschäftigt sich Maurice Steger. 2009 brachte er zwei Konzerte für Blockflöte und Orchester zur Uraufführung. Das von Rodolphe Schacher komponierte Musikmärchen "Tino Flautino und die Zaubermelodie" spielte er in über 50 Aufführungen. Zusammen mit "Tino Flautino" und "Pinocchio und der Flötenspieler" gehört es zu jenen höchst erfolgreichen Kinderprojekten, für die sich Maurice Steger mit besonderem Engagement einsetzt. Alle drei liegen auch als CD-Einspielungen vor.

Maurice Steger lebt in Zürich, wo er auch seine musikalische Ausbildung absolvierte. Es folgten ein Studium der Aufführungspraxis Alter Musik sowie die Ausbildung zum Dirigenten, wobei er besondere Impulse von Marcus Creed und Reinhard Goebel erhielt. Regelmässig leitet er weltweit Meisterklassen.

Website: 
www.mauricesteger.com