Philippe Jaroussky

There are countertenors, and then there is Mr. Jaroussky.“  The New York Times, 2/2014

„Er ist der beste Countertenor der Gegenwart“, so Spiegel online über Philippe Jaroussky, der sich mittlerweile als einer der großen Sänger unserer Zeit international etabliert hat. Mühelos klettert seine Stimme in hohe Sopranlagen und bewältigt virtuoseste Koloraturen nuancenreich und mit schwebender Leichtigkeit. Kein Wunder, dass Philippe Jaroussky – „der Strahlengott unter den Countertenören“ (Süddeutsche Zeitung) – bereits zahlreiche Preise erhielt. 2010 bekam er seine vierte Victoire de la Musique als „Sänger des Jahres“. Darüber hinaus war er 2013 nominiert in der Kategorie „Bester männlicher Opernsänger“. Ebenfalls als „Sänger des Jahres“ wurde er 2008 mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet – als erster Countertenor in der Geschichte dieses Preises. 2013 gewann er zusammen mit dem Ensemble Concerto Köln und dem Sänger Max Emanuel Cencic unter der Leitung von Diego Fasolis den Echo für die „Beste Operneinspielung des Jahres“ (Vinci: Artaserse). Zusammen mit dem Venice Baroque Orchestra und Andrea Marcon ist sein Album „Farinelli – Porpora Arias“ für den Grammy Award 2015 nominiert. Ebenfalls 2015 erhält Philippe Jaroussky den „Händel-Preis“ der Stadt Halle.

Für seine bisherigen über 25 CD-Veröffentlichungen, die exklusiv bei Erato / Warner Classics erscheinen, bekam er u. a. für sein Vivaldi-Album „Heroes“ (2007) die Goldene Schallplatte in Frankreich überreicht. Des Weiteren wurde diese CD u. a. mit einem Diapason d’Or, einem Choc du Monde de la Musique und einem Gramophone Award gekürt. Das Album „Carestini – Story of a Castrato“ wurde mit einer Victoire de la Musique (2008) und einem Midem Classical Award (2009) ausgezeichnet. Als „Best recording of the year“ erhielt Philippe Jaroussky 2010 einen Choc de l’année des französischen Fachmagazins Classica für seine Einspielung „Caldara in Vienna“ (mit Concerto Köln unter Emmanuelle Haïm). Mit einem Diapason d’Or, ebenfalls als „Best recording of the year 2010“ wurde auch die CD „La Dolce Fiamma“ (mit Opernarien Johann Christian Bachs) ausgezeichnet.

Einen besonderen Erfolg konnte Philippe Jaroussky mit seinem CD-Projekt „Opium“ 2009 feiern. Hier singt er Lieder des Fin de Siècle zusammen mit seinem Klavierpartner Jérôme Ducros.

2014 erschien eine Reihe von CDs von Philippe Jaroussky, u. a. im Januar „Pergolesi Stabat Mater“ mit Julia Lezhneva, I Barocchisti und Diego Fasolis, im Oktober 2014 Vivaldi „Pietà - Sacred works“ mit seinem Ensemble Artaserse. Dieses Programm war auch im Anschluss an die Veröffentlichung auf einer internationalen Tournee u. a. in Südamerika, Spanien, Deutschland und Frankreich mit größtem Erfolg zu hören. 2015 setzen sich die Veröffentlichungen fort: im Januar die Oper „Niobe“ von Agostina Steffani mit Opernaufführungen u. a. in Dortmund und im Februar das Nachfolgeprojekt von Opium: „Green - Mélodies françaises sur des poèmes de Verlaine“ mit einer Reihe von Konzerten u. a. in Baden Baden, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Wien.

Schon diese kurze Aufzählung zeigt sein vielfältiges Repertoire. Neben den bekannten Arien der Barockzeit sucht er vergessenes Repertoire, wie von Antonio Caldara, Johann Christian Bach und Nicola Porpora. Daneben widmet er sich aber auch den französischen Liedern sowie zeitgenössischen Kompositionen. Für ihn ist u. a. das Werk „Sonnets de Louise Labé“ für Countertenor und Orchester von Marc-Andre Dalbavie komponiert worden. 2012 wurde die für Philippe Jaroussky komponierte Oper „Caravaggio“ von Suzanne Giraud uraufgeführt. Im Herbst 2015 nähert sich Philippe Jaroussky zum ersten Mal der deutschen Sprache mit Werken von J.S. Bach und Telemann. Damit erweitert er sein Repertoire um einen großen Bereich.

Philippe Jaroussky tritt mit den renommiertesten Barockorchestern auf, wie dem Venice Baroque Orchestra, Concerto Köln, Ensemble Matheus, Les Arts Florissants, Les Musiciens du Louvre, Le Concert d’Astrée, Le Cercle de l’Harmonie, Freiburger Barockorchester und Europa Galante unter Dirigenten wie Andrea Marcon, Fabio Biondi, William Christie, Emmanuelle Haïm, René Jacobs, Marc Minkowski, Jérémie Rhorer und Jean-Christophe Spinosi.

In der Oper konnte man Philippe Jaroussky u. a. 2012 in der Produktion „Giulio Cesare“ mit Cecilia Bartoli bei den Salzburger Festspielen hören. Die musikalische Zusammenarbeit mit Cecilia Bartoli erfolgt durch weitere gemeinsame Opernproduktionen sowie die gegenseitige Einladung zu CD Einspielungen („Farinelli“ bzw. „Mission“). 2015 wird Philippe Jaroussky in der Rolle des Ruggiero in Händels „Alcina“ bei den Festspielen Aix-en-Provence zu hören sein.

Philippe Jaroussky (geb. 1978) studierte zunächst Violine, Klavier und Komposition an den renommierten französischen Musikakademien von Versailles und Boulogne. Sein Gesangsstudium begann er 1996 bei Nicole Fallien, daran schlossen sich Studien in Alter Musik bei Michel Laplenie und Kenneth Weiss an der Pariser Ecole de Musique National-Régional an.

Website: 
www.philippejaroussky.fr