Portrait Heinrich Schiff
Der Cellist und Dirigent Heinrich Schiff kann auf eine nunmehr über dreißigjährige Karriere zurückblicken. Nach seinen Studien bei Tobias Kühne und André Navarra debütierte er 1971 in Wien und London und ist seitdem regelmäßig zu Gast bei allen bedeutenden Orchestern, in den großen Musikzentren und bei den wichtigen Festivals in Europa, den USA und Japan. Mit vielen bedeutenden Dirigenten verband und verbindet ihn eine intensive und regelmäßige Zusammenarbeit: er hat mit Abbado, Celibidache, Chailly, C. Davis, Dohnányi, Eschenbach, Gielen, Haitink, Harnoncourt, Jansons, Masur, Salonen, Sawallisch, Sinopoli, Tennstedt und Welser-Möst konzertiert.Die Beschäftigung mit der Musik unserer Zeit nimmt einen wichtigen Platz in Heinrich Schiffs künstlerischer Tätigkeit ein. Häufig arbeitet er mit Komponisten wie Berio, Casken, Cerha, Gielen, Henze, Krenek, Lutoslawski, Penderecki, Pintscher, Rihm, Staud, Zender und Zykan zusammen und bringt deren Werke zur Uraufführung.
Er hat das wesentliche Cello-Repertoire von Vivaldi und Haydn bis Lutoslawski und Zimmermann auf Schallplatte eingespielt. Neben seiner mehrfach ausgezeichneten Einspielung der Bach Solo-Suiten und den Schostakowitsch Cellokonzerten, für die er den "Grand Prix du Disque" erhielt, hat Heinrich Schiff das Dvorak Cellokonzert mit den Wiener Philharmonikern unter André Previn, das Schumann Cellokonzert mit den Berliner Philharmonikern unter Bernard Haitink und das Brahms Doppelkonzert zusammen mit Frank Peter Zimmermann und Wolfgang Sawallisch (ausgezeichnet mit dem Deutschen Schallplattenpreis) aufgenommen. Begeistertes Echo fand auch die im Jahr 2000 veröffentlichte Gesamtaufnahme von Beethovens Kompositionen für Cello und Klavier mit Till Fellner.
In den letzten 15 Jahren hat Heinrich Schiff die Hälfte seiner künstlerischen Arbeit dem Dirigieren gewidmet. Er stand am Pult vieler großer Orchester, darunter Los Angeles Philharmonic, Philharmonia London, Dresdner Staatskapelle und Münchener Philharmoniker. Außerdem bekleidete er Positionen als Chef- und Gastdirigent bei folgenden Orchestern: Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Northern Sinfonia, Copenhagen Philharmonic, Radio Sinfonie Orchester Stuttgart, Musikkollegium Winterthur, Brucknerorchester Linz und Wiener Kammerorchester.
Heinrich Schiff spielt die berühmten Celli "La Mara" (Stradivarius 1711) und "The Sleeping Beauty" (Montagnana 1739).
