Portrait Frank Peter Zimmermann
Frank Peter Zimmermann wurde 1965 in Duisburg geboren. Seit seinem fünften Lebensjahr erhielt er Violinunterricht von seiner Mutter. Als Zehnjähriger debütierte er in seiner Heimatstadt mit Mozarts Violinkonzert G-Dur KV 216. Anschliessend studierte er an der Folkwang-Musikhochschule Essen bei Valerie Gradow, dann bei Saschko Gawriloff an der Staatlichen Hochschule der Künste Berlin. Die letzte Station seiner Ausbildung war Amsterdam, wo ihn Herman Krebbers unterrichtete.Nachdem er 1977 den Ersten Preis im Wettbewerb "Jugend musiziert" gewonnen hatte, gab Frank Peter Zimmermann bald die ersten Konzerte im In- und Ausland. Seine Verpflichtungen führten ihn mittlerweile zu allen bedeutenden Orchestern der Welt, wo er unter der Stabführung der grossen Dirigenten unserer Zeit musizierte. Diese Engagements führten den Künstler auf alle wichtigen Konzertpodien und zu den grossen Festivals Europas, Japans, Australiens, Süd-Amerikas und der Vereinigten Staaten. Wichtige Engagements der Zukunft führen Frank Peter Zimmermann zum Berliner Philharmoniker unter Bernard Haitink, Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst, Los Angeles Philharmonic unter Antonio Pappano, Boston Symphony Orchestra unter Paavo Berglund, Royal Concertgebouw Orchestra unter Riccardo Chailly, Sächsiche Staatskapelle Dresden unter Bernard Haitink, Tonhalle Orchester Zürich unter Wolfgang Sawallisch, und Orchestre de Paris unter Christoph Eschenbach.
Neben seinen vielfältigen Orchesterengagements arbeitet Frank Peter Zimmermann auch gerne im Bereich der Kammermusik. Seine Interpretationen des klassischen, romantischen und modernen Repertoires finden bei Presse und Publikum gleichermassen grossen Anklang. Seit 1998 ist der junge italienische Pianist Enrico Pace sein Klavierpartner. Er spielt darüber hinaus regelmässig mit Heinrich Schiff und Christian Zacharias.
Für EMI Classics hat der Geiger Violinkonzerte von Bach, Beethoven, Berg, Brahms, Dvorak, Glazunov, Mendelssohn, Mozart, Prokofieff, Ravel (Tzigane) Saint-Saens (Nr. 3), Sibelius, Stravinsky, Tchaikovsky und Weill eingespielt. Aus dem Bereich der Kammermusik liegen, gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Lonquich, die gesamten Mozart- und beide Prokofieff-Sonaten vor, sowie eine CD mit Werken von Ravel, Debussy und Janácek und eine weitere CD mit Kompositionen der "Groupe des Six". Ausserdem nahm er die sechs Solo-Sonaten von Eugène Ysaÿe auf. Viele der genannten Einspielungen wurden mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Im Oktober 2002 ist seine Aufnahme von Ligeti's Violinkonzert mit dem ASKO Ensemble unter Reinbert de Leeuw auf Teldec Classics erschienen. 1990 erhielt er den Premio del Accademia Musicale Chigiana in Siena sowie, im September 1994, den bedeutenden Rheinischen Musikpreis. Im Oktober 2002 wurde ihm der Musikpreis der Stadt Duisburg verliehen.
Frank Peter Zimmermann spielt eine Stradivari aus dem Jahr 1711, die einst dem grossen Geiger Fritz Kreisler gehörte und Herrn Zimmermann nun von der Westdeutschen Landesbank zur Verfügung gestellt wurde.
