Vadim Gluzman

Vadim Gluzmans außergewöhnliche Kunstfertigkeit besteht in der Fortsetzung der großen Geigertradition des 19. und 20. Jahrhunderts, die er mit der Frische und Dynamik der Gegenwart belebt.

Der israelische Geiger tritt regelmäßig mit bedeutenden Orchestern auf, darunter das Chicago Symphony Orchestra, London Philharmonic, Israel Philharmonic, London Symphony, Orchester des Leipziger Gewandhauses, die Münchner Philharmoniker, San Francisco Symphony Orchestra, Minnesota Orchestra und das NHK Symphony Orchestra. Er arbeitet dabei mit führenden Dirigenten wie Neeme Järvi, Andrew Litton, Marek Janowski, Itzhak Perlman, Paavo Järvi, Rafael Frühbeck de Burgos, Hannu Lintu, Peter Oundjian und Vassili Sinaisky zusammen. Er ist regelmäßig zu Gast bei den Festivals Verbier, Ravinia, Lockenhaus, Pablo Casals, Colmar und Jerusalem sowie beim North Shore Chamber Music Festival in Northbrook Illinois, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau und langjährigen Kammermusikpartnerin am Klavier Angela Yoffe gründete.

Zu seinem breit gefächerten Repertoire zählt auch die zeitgenössische Musik: Vadim Gluzman hat Werke von Komponisten wie Giya Kancheli, Lera Auerbach und Sofia Gubaidulina uraufgeführt und erstmalig aufgenommen. Zuletzt spielte er die britische Erstaufführung von Michael Daughertys Fire and Blood mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Kristjan Järvi sowie Balys Dvarionas’ Violin Konzert mit dem BBC Symphony Orchestra unter Thomas Søndergård. Seine kürzlich erschienen CDs beinhalten sowohl die Weltpremiere von Lera Auerbach’s par.ti.ta für Solo Violine, Bach Partiten und die Ysaÿe’s Sonata No.2, als auch Sofia Gubaidulinas in tempus präsens mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter Jonathan Nott. Seine zahlreichen Aufnahmen im Rahmen seines Exklusivvertrages mit dem schwedischen label BIS Records wurden unter anderem mit dem Diapason d’Or und dem Choc de Classica ausgezeichnet und zur Disc of the Month in den Magazinen ClassicFM, Strad und BBC Music Magazine gewählt. Für seine „all-Bruch“ Einspielung mit dem Bergen Philharmonic Orchestra unter Andrew Litton (Violin Konzert op 26, Romanze in F op 85, Streichquintett in A moll op. Posth. (1918) erhielt er den Diapason d’Or de l’année 2011 und den Choc de Classica de l’année 2011.

Die Saison 2012/13 begann für Vadim Gluzman gleich mit seinem, von der Presse begeistert aufgenommenen und gefeierten Debut beim BBC Proms Festival in London. Es folgen Gastspielen unter anderem beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, beim Royal Scottish National Orchestra, der Tschechische Philharmonie, dem Orchestre de la Suisse Romande sowie in Amerika mit dem Philadelphia Symphony Orchestra und vielen anderen mehr. Weiteres Highlight der Saison 2012/2013 ist die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit dem Hamburg Ballett. Zu John Neumeier’s 40 jährigem Bühnenjubiläum werden die Préludes von Lera Auerbach im Januar und Juni 2013 in der Hamburgischen Staatsoper zu sehen und zu hören sein. Rezitale mit der Pianistin Angela Yoffe wird Vadim Gluzman u.a. in Paris und New York City spielen. Weitere Konzerte führen die  beiden langjährigen Kammermusikpartner zum West Cork Chamber Music Festival in Irland sowie zum Musikfestival Colmar.

Vadim Gluzman wurde 1973 in der Ukraine geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von sieben Jahren. Vor seinem Umzug nach Israel im Jahr 1990, wo er bei Yair Kless studierte, lernte er in Lettland bei Roman Sne und in Russland bei Zakhar Bron. Seine Lehrer in den USA waren Arkady Fomin und an der Juilliard School die verstorbene Dorothy DeLay sowie Masao Kawasaki. Am Beginn seiner Karriere hatte Vadim Gluzman das Glück, von Isaac Stern gefördert zu werden, und 1994 erhielt er den renommierten Henryk Szeryng Foundation Career Award.

Vadim Gluzman spielt die aus dem Jahre 1690 stammende ‘ex-Leopold Auer’ Stradivari, die ihm als ständige Leihgabe von der Stradivari Society Chicago zur Verfügung gestellt wird.

Website: 
www.vadimgluzman.com