Eröffnungskonzert | Vorbericht Neumarkter Nachrichten
Sieben Solisten eröffnen die neue Saison der Neumarkter Konzertfreunde im Reitstadel
Sieben Solisten zum Auftakt
Sieben Solisten eröffnen die Saison im Reitstadel Neumarkt
Drei Tage vor dem Eröffnungskonzert hat Uwe Mitsching in den Neumarkter Nachrichten ausführlich auf den Beginn unserer 46. Konzertsaison geblickt.
Er liest den Abend nicht nur als Auftakt, sondern auch als ein Konzert der Erinnerung — ein Gedanke, der nahe liegt: Anton Arenskys zweites Streichquartett trägt den Zusatz »À la mémoire de P. Tschaikowsky«. Auch die Besetzung fasst er unter diesem Vorzeichen zusammen.
Neumarkt setzt auf Kammermusik der Extraklasse.
Das Programm
Die Neumarkter Konzertfreunde eröffnen am 23. September um 19.30 Uhr ihre Saison mit dem ersten von elf Konzerten. Der Abend ist zugleich als „Erinnerungskonzert“ angelegt – sowohl an die sieben mitwirkenden Solisten, die dem Publikum vertraut sind, als auch an selten gespielte Kammermusik von Schumann, Martinů und Arenski, besetzt vom vierhändigen Klavier bis zum Quintett.
Robert Schumann steht mit drei Werken im Zentrum, unter anderem weil zwei exzellente Flügel zur Verfügung stehen: »Andante und Variationen« B-Dur op. 46 für zwei Klaviere eröffnet den Abend (Clara Schumann und Mendelssohn sollen es gespielt haben, Brahms liebte es und führte die Klavierstimme solistisch auf); dazu »Adagio und Allegro« op. 70 für Horn und Klavier sowie die »Bilder aus dem Osten« – sechs Impromptus nach einem Zyklus von Friedrich Rückert, beide aus der Zeit um 1848.
Die »Bilder aus Osten«, sechs Impromptus aus dem Jahr 1848, gehen auf Friedrich Rückerts Nachdichtung der Makamen des arabischen Dichters Hariri zurück. Mitsching hört Stücke »mit ihrer orientalischen Poesie und dem süßen Duft der Töne«.
Anton Stepanowitsch Arenski ist mit dem Streichquartett Nr. 2 von 1894 vertreten. Der Artikel zeichnet ihn ausführlich: Konservatoriumsprofessor in St. Petersburg, geprägt von seinem Lehrer Rimski-Korsakow und seinem Freund Tschaikowsky, sechs Jahre Pension von 6000 Rubel jährlich, die vor allem für Alkohol und Glücksspiel draufgingen; ein bekanntes Porträtfoto zeigt ihn als eleganten Fin-de-siècle-Künstler. Seine Musik gilt als Erbe der Romantik mit starken lyrischen Zügen.
Es spielen Esther Hoppe (Violine), Máté Szűcs (Viola), Christian Poltéra und István Várdai (Violoncello), Ben Goldscheider (Horn) sowie Schaghajegh Nosrati und Juho Pohjonen (Klavier). Für Máté Szűcs, lange Solobratscher der Berliner Philharmoniker, ist es das Neumarkter Debüt.
Termin und Karten
Das Eröffnungskonzert beginnt am Mittwoch, 23. September 2026, um 19.30 Uhr im Historischen Reitstadel und endet gegen 21.30 Uhr. Es gehört zur Aboreihe B und ist zugleich Sonderkonzert. Restkarten gibt es im Konzertsekretariat unter +49 9181 299 622 und an der Abendkasse.
Auszüge aus dem Vorbericht »Sieben Solisten eröffnen die neue Saison der Neumarkter Konzertfreunde im Reitstadel« von Uwe Mitsching, erschienen in den Neumarkter Nachrichten vom 21.09.2026.
