Ian Bostridge CBEs außergewöhnliche internationale Karriere hat ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, Orchester und Opernhäuser der Welt geführt. Als Inbegriff für die Werke von Schubert und Britten hat ihn seine Solokarriere zu den Festivals in Salzburg, Edinburgh, München, Wien, Aldeburgh und zur Schwarzenberger Schubertiade sowie auf die großen Bühnen der Carnegie Hall, der Bayerischen Staatsoper, der La Monnaie und des Teatro alla Scala geführt. In der Oper wurde Ian besonders für seine Interpretation des Aschenbach (Tod in Venedig) an der Deutschen Oper und des Peter Quint (The Turn of the Screw) an der Mailänder Scala gelobt. Seine Aufnahmen wurden mit allen wichtigen internationalen Musikpreisen ausgezeichnet und für 15 Grammys nominiert.
Zu den Höhepunkten der Saison 25/26 zählten Peter Quints »The Turn of the Screw« für das Teatro dell’Opera di Roma; szenische Aufführungen von Schuberts »Winterreise« unter der Regie von Deborah Warner im Athénée Théâtre Louis-Jouvet in Paris; Brittens »War Requiem« mit dem St. Louis Symphony Orchestra unter der Leitung von Stéphane Denève; szenische Aufführungen von Bachs »Matthäus-Passion« unter der Regie von Romeo Castellucci am Teatro Maggio Musicale Fiorentino mit Kent Nagano; sowie Brittens »Nocturne« und »Serenade« mit dem Münchner Rundfunkorchester. Er trat in Recitals mit Kammerensembles wie dem Oberon Trio, Fretwork und Europa Galante auf.
Ian hatte künstlerische Residenzen im Wiener Konzerthaus und bei der Schwarzenberger Schubertiade, im Barbican, in der Philharmonie Luxemburg, in der Wigmore Hall und in der Hamburger Laeiszhalle inne. Außerdem wirkte Ian an einer »Carte Blanche«-Reihe mit Thomas Quasthoff im Amsterdamer Concertgebouw, an einer »Perspectives«-Reihe in der Carnegie Hall sowie an der ersten künstlerischen Residenz mit dem Seoul Philharmonic Orchestra mit. Ian arbeitete mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, den Symphonieorchestern von Chicago, Boston, London und der BBC, den Philharmonischen Orchestern von London, New York und Los Angeles, dem Rotterdamer Philharmonischen Orchester, der Accademia di Santa Cecilia und dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Sir Simon Rattle, Sir Colin Davis, Sir Andrew Davis, Seiji Ozawa, Sir Antonio Pappano, Riccardo Muti, Mstislav Rostropovich, Daniel Barenboim, Daniel Harding und Donald Runnicles.
Als produktiver Künstler wurde Ians jüngste Pentatone-Aufnahme von Schuberts »Winterreise« mit Thomas Adès bei den International Classical Music Awards als Vokalaufnahme des Jahres 2020 ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Aufnahmen zählen Schuberts »Die schöne Müllerin« mit Graham Johnson (Gramophone Award 1996), Tom Rakewells »The Rake’s Progress« mit Sir John Eliot Gardiner (Grammy Award, 1999) und Belmontes »Die Entführung aus dem Serail« mit William Christie.
Als international gefeierter Autor und Wissenschaftler veröffentlichte Ian Bostridge 2014 sein Werk »Schuberts Winterreise: Anatomy of an Obsession« bei Faber and Faber in Großbritannien und bei Knopf in den USA; sein jüngstes Buch »Song and Self« erschien 2023. Im Rahmen der Neujahrs-Ehrungen 2004 wurde er zum CBE ernannt.